Zusammenhalten und Weitermachen

Liebe Paten, Förderer und Freunde vom Kindergarten Linden in Gambia,

mit diesem Brief möchte ich mich ganz herzlich dafür bedanken, dass Ihr auch in diesen schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie unser gemeinsames Projekt weiter unterstützt habt.

 

Unser persönlicher Austausch und unsere Zusammenarbeit, sowohl in Deutschland, als auch in Afrika sind unter den Beschränkungen auf ein kleines erlaubtes Maß zurückgefahren.

Verkaufsveranstaltungen sind seit langem abgesagt. Damit fallen natürlich auch die Einnahmen aus dem Verkauf von afrikanischen Souvenirs und selbstgebastelten Handwerksartikeln komplett weg.

Umso wichtiger ist es, dass Ihr, liebe Paten und Förderer dabeigeblieben seid und mit Eurer Unterstützung unseren Kindergarten und die Projekte in Gambia weiter am Leben haltet.

Vereinstreffen fanden nur in kleiner Zahl und im kleinsten Rahmen statt, stets mit dem Ziel unser Anliegen für Afrika in Zeiten der Pandemie nicht aus dem Auge zu verlieren.

Die beliebten Treffen zum Stammtisch sind fast komplett ausgefallen. Wir wissen, dass viele gerade diese schmerzlich vermissen. Es fehlt der persönliche Austausch und wir können nur hoffen, dass diese soziale Komponente im lebendigen Vereinsleben bald wieder stattfinden darf.

 

Auch die diesjährige Herbstreise nach Afrika, bei der das 20-jährige Bestehen des Kindergartens in Gambia gefeiert werden sollte, ist ausgefallen. Wir spüren deutlich wie auch hier die Anwesenheit vor Ort, das persönliche Gespräch, die Teamsitzungen mit unseren Mitarbeitern, der private Austausch und nicht zuletzt die Kinder, die täglich neugierig um uns herum wirbeln fehlen.

Erfreulicherweise scheint die Corona-Lage in Gambia sich nicht so dramatisch zu entwickeln, wie befürchtet. Nach dem Lockdown mit drastischen Maßnahmen gingen die Fallzahlen in Gambia schnell zurück, und unser Kindergarten konnte im Oktober, unter entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen wieder öffnen.

Überrascht hat uns vor allen Dingen, mit welcher Selbstständigkeit und Souveränität unser Management und Personal vor Ort den Schulbetrieb unter den staatlichen Auflagen wieder aufgenommen hat. Das hatten wir so nicht erwartet, und wir freuen uns deshalb umso mehr, weil die Eigenständigkeit schon sehr weit fortgeschritten ist.

Es macht uns auch ein wenig stolz, da dafür viele kleine Schritte in der Vergangenheit nötig waren.

In unserem Kindergarten haben wir die Schließungszeit für umfangreiche Bautätigkeiten genutzt. Diese Bauaufträge zur Instandhaltung der Anlagen im Kindergarten, die wir bei unserer letzten Reise im März des Jahres erteilt hatten wurden erfreulicherweise inzwischen vollständig abgewickelt und die bereits projektierte neue Solaranlage steht kurz vor dem Baubeginn.

Unserem Personal haben wir, nach gründlicher Abwägung, in der Zeit der Schulschließung eine Lohnfortzahlung gewährt. Nun wird uns dies gedankt mit vorbildlichem Engagement und Solidarität bei der Wiederherstellung des Schulbetriebes.

 

Das Dorf Jabang, Standort unseres Kindergartens, unterstützten wir durch die Elektrifizierung der örtlichen Gesundheitsstation. Wir finden, dass dieses gerade in der jetzigen Situation besonders wichtig ist.

Gambia ist durch Corona immer noch stark beeinträchtigt, weil noch mehr Menschen arbeitslos geworden sind. Zudem kommt noch der Verfall der Währung, der die prekäre Wirtschaftssituation für die Menschen weiter verschlechtert.

Die wirtschaftlich bedeutsame Tourismusbranche mit der Gastronomie, den vielen Taxifahrern usw. liegt komplett brach und vermehrt wird uns von hungerleidenden Familien in Jabang berichtet.

Deshalb haben wir beschlossen für besonders bedürftige Familien im Dorf, die existenziell durch die Auswirkungen von Corona betroffen sind, einen Notfallfond einzurichten.

Schulspeisungen in der örtlichen Grundschule finden weiterhin statt, und auch im Kindergarten haben wir über eine höhere Qualität des Schulessens versucht, die Defizite in der Ernährung durch die Corona-Auswirkungen abzumildern.

Alle Maßnahmen wurden mit unserem Management im Kindergarten und den Ansprechpartnern des Dorf-Entwicklungs-Komitees im Detail abgestimmt und realisiert.

Die Kommunikation läuft in hervorragender Weise über die Internet-Portale und so können wir behaupten, dass die Entwicklung in Gambia in einzigartiger Solidarität reibungslos vorangeht.

 

Zusammenhalten und Weitermachen, - das ist die Motivation, die unsere Arbeit für Afrika gerade bestimmt.

Liebe Paten und Förderer, vielen Dank auch für den Zusammenhalt, den wir durch eure finanziellen Zuwendungen und Sachspenden erfahren haben. Ihr seid bei uns geblieben,

indem ihr uns unterstützt.

Wir können durch Euch weitermachen, unsere Arbeit für Gambia fortsetzen und unsere Projekte vorantreiben.

Trotz der vielen unangenehmen Auswirkungen durch die Pandemie können wir positiv nach vorne schauen und auf einen baldigen Alltag mit persönlichen Kontakten in Deutschland und Afrika hoffen.

Freuen wir uns schon jetzt darauf, dass wir uns alle bald wiedersehen und unsere gemeinsame Arbeit für unseren Kindergarten in aller Leichtigkeit fortsetzen können.

In dieser Hoffnung und Vorfreude wünsche ich Euch ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes Neues Jahr mit viel Zuversicht.

Genießt auch in diesen schwierigen Zeiten angenehme Feiertage in fröhlicher und besinnlicher Atmosphäre.

 

 

Bleibt gesund!

Herzliche Grüße

 

 

Wolfgang Stiller

Hier folgt noch einmal der ganze Brief zum Download

Weihnachtsbrief 2020
Weihnachtsbrief 2020
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„Kindergarten Linden, Schul- und Dorfentwicklung in Gambia“

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