Container voll Hilfsgüter für Gambia

 

„Gute Fahrt und gutes Ankommen!“, wünschte Wolfgang Stiller, als er die Türen des 40-Fuß-Container zuschloss. Der vollbeladene Container ging Anfang Oktober auf eine 5000 km lange Reise von Bochum über Hilden, Rotterdam und Tanger nach Banjul, der Hauptstadt von Gambia, einem der kleinsten und ärmsten Länder in Afrika. Er enthielt heiß erwartete Hilfsgüter und einige Weihnachtsgeschenke. Wolfgang Stiller ist Vorsitzender des Vereins „Kindergarten Linden, Schul- und Dorfentwicklung in Gambia e.V.“(KLG). Am 19. November will er die Ladung mit seinem achtköpfigen Bochum-Hattinger Team in Westafrika selbst in Empfang nehmen.

 

Der Container enthält u.a. Kühlgeräte, die alte, energieverschwendende Geräte ersetzen sollen, acht mechanische Nähmaschinen, die Frauen zur Gründung einer Existenz gegen einen Kleinkredit überlassen werden sollen, einen ausrangierten Rollstuhl und Rollatoren für ältere Personen und fünf gebrauchte Fahrräder für Erzieherinnen oder Schüler mit einem stundenlangen Anmarsch durch die Hitze. Dazu die 150 Weihnachtspäckchen von 2017, die in Bochum für die Kindergartenkinder in Jabang gepackt wurden, Hygienemittel, Zahnbürsten und -pasta, eine 23-teilige Campingausrüstung für die afrikanischen Pfandfinder, gebrauchte Kinderkleidung und ausrangiertes Spielzeug sowie Lernmaterial für die Schule wie englische Lexika.

 

Einen großen Platz in dem Container nimmt der gebrauchte neunsitzige Kleinbus ein. Er soll in Jabang für den Krankentransport zur etwa 12km entfernten Klinik zur Verfügung stehen. Außerdem soll er der Beförderung von Hilfsgütern und Mitarbeitern sowie für Exkursionen auch für kleine Schülergruppen eingesetzt werden und Besuchern Mobilität ermöglichen.

 

In Jabang unterhält der Verein KLG seit 1999 einen Kindergarten für 136 Kinder mit 18 afrikanischen Erzieher/innen und Angestellten. Für die Kinder stehen zwei Häuser mit einem großen begrünten Außengelände mit Spielgeräten zur Verfügung. Seit 2008 arbeitet KLG mit dem früheren Verein „Hattingen hilft“ zusammen, mit dem er 2010 fusionierte. Seitdem wird auch die benachbarte staatliche Grundschule mit über 1500 Schülern versorgt, u.a. dadurch, dass es zweimal in der Woche dort frisch zubereitetes Essen gibt. Außerdem hat der Verein den Frauen des Dorfes ein Gemüseanbaugelände mit acht Brunnen hergerichtet. Zurzeit wird eine kleine Markthalle zum Verkauf geplant.

 

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